Sehr geehrte Frau Schnalzger
Beides ist wohl richtig. Wenn der Kompost ausgesiebt ist und hauptsächlich aus Krümeln von 10 mm und darunter besteht, was bei einem gut gepflegten, reifen Kompost ja der Fall sein sollte, wird das meiste Material in die Mulchdecke einsickern und so dem Einfluss des Lichts entzogen. Ich denke beim Aufbringen von max. 1-3 Liter Kompost/Quadratmeter auf die Mulchdecke vor allem an den Spätsommer-Herbst. So kann der Kompost als sehr gute Rottehilfe wirken, bis die mikroklimatischen Bedingungen die mikrobiologische Aktivität stoppen wird. Mit dem verrottenden Mulchmaterial wird der Kompost in den meisten Fällen rasch Bodenschluss erreichen, vorausgesetzt der Mulch bildet keine kompakte, zusammenhängende Decke.
Oft liest man auch die Empfehlung, im Herbst teilweise verrotteten Kompost als Mulch auszubringen. Tut man dies eher zurückhaltend, ist dagegen nichts einzuwenden. Also auch hier: keine dicken Schichten. So wie Sie es machen ist es selbstverständlich auch in Ordnung.
Mit freundlichem Gruss
Hans Balmer
Beratung für Humuspflege und Kompostierung micropower@vtxmail.ch |