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Fragen und Antworten | Kompostberater Dr. Hans Balmer gibt Auskunft.  
 
 
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Helmut Kuhl

19.10.2007
 

Häckselgut Tanne (Kompostieranleitungen)

Sehr geehrter Herr Balmer,
ich besitze seit zwei Monaten einen Schrebergarten, in dem ich vor ca.
drei Wochen eine Tanne gefällt habe. Die dünneren Äste mit Nadeln habe ich
gehäckselt. Bedingt durch das schlechte Wetter ist das Häckselgut
leider auf einem Haufen liegen geblieben und nass geworden.

Kann ich dieses Häckselgut nun noch auf die Wege aufbringen, um eventuell Unkrautwuchs zu
vermeiden bzw. zu vermindern.

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Kuhl

Dr. Hans Balmer


Sehr geehrter Herr Kuhl

Frisch geschreddertes oder gehäckseltes Holz sollte niemals auf
Kulturboden gebracht werden. Es hat zwar eine "unkrautunterdrückende"
Wirkung, aber die Natur unterscheidet ja nicht zwischen Kraut und
Unkraut. Die Gerbsäure, die aus dem mechanisch aufgeschlossenen Holz
frei wird, kann im Boden Schäden anrichten, die sich auch auf die von
Ihnen erwünschten Gartenpflanzen negativ auswirken können. Lassen Sie
also das Häckselgut ruhig mindestens ein halbes Jahr auf dem Haufen
liegen und sorgen Sie bei trockenem Wetter für ausreichend
Feuchtigkeit, damit die Mikroorganismen auch die Gerbsäure soweit
umwandeln können, dass keine Schäden mehr zu befürchten sind. Am
besten wäre natürlich, wenn Sie das Häckselgut als Strukturmaterial
verwenden und zusammen mit den übrigen, gut zerkleinerten organischen
Reststoffen aus Garten und Haushalt kompostieren würden.

Mit freundlichem Gruss
Hans Balmer
Beratung für Humuspflege und Kompostierung