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Kompost macht Schule | Rückblick auf die Kampagne für den Kompost |
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Rückblick 2009
Eine Zusammenfassung als PDF finden Sie hier: Rückblick Kompost macht Schule 2009
Kompostmobil im der Region Basel (17. März bis 20. Mai 2009)
Das Kompostmobil stand im Frühling 2010 insgesamt in 10 Gemeinden (Basel, Arlesheim, Reinach, Biel-Benken, Münchenstein, Binningen, Muttenz, Waldenburg, Ettingen, Frenkendorf und Gelterkinden) im Einsatz. Lesen Sie den vom Amt für Umweltschutz und Energie erstellten Bericht mit Photos und Zeitungsausschnitten dazu: Bericht zu den Einsätzen 2009 in der Region Basel
Kompostmobil in Graubünden 2009 (23. Mai bis 23. Juni 2009)
Das Kompostmobil der Stadt Basel war vom 23. Mai – 23. Juni in Graubünden bei den Schulen in Landqaurt, Trimmis, Chur, Felsberg und Zillis-Schamserberg unterwegs. Die KompostberaterInnen Sandra Joseph, Erika Barmettler, Ueli Baer, Johann Maurer und Margherita Bonadurer haben sich mit zusätzlicher Unterstützung von Erwin Gurzeler und Kathrin Pfister in dieser Zeit intensiv engagiert.
Insgesamt wurde das Kompostmobil an 16.5 Tagen von 36 Klassen mit 653 SchülerInnen besucht. Dabei waren die Schulen vom Kindergarten bis zur 6. Primarklasse vertreten. An allen Orten waren auch die Medien (Presse, Tele Südostschweiz) vor Ort und haben über den Anlass berichtet. Tele Südosstschweiz hat in Landquart eine Sendung aufgenommen und am Abend ausgestrahlt.
Die Lehrpersonen waren an allen Orten ebenfalls miteinbezogen und haben sich durchwegs positiv geäussert. Besonders angesprochen hat fast alle Kinder die Beobachtung der Kompostlebewesen unter dem Binokular, aber auch das Riesenmemory und das Tastspiel fanden guten Anklang.
Finanziert wurde das Projekt vom Amt für Natur und Umwelt Graubünden (ANU), den Abfallverbänden GEVAG und AVM sowie von den besuchten Gemeinden.
Es kann wohl gesagt werden, dass die Aktion gut gelungen ist und dass sich der Aufwand gelohnt hat. Es gilt zu überlegen, ob in nächster Zeit eine weitere Aktion zum Thema Kompostieren in den Schulen angeboten werden kann.
Allen Beteiligten, insbesondere Peter Vieli, ANU und den KompostberaterInnen danke ich ganz herzlich für ihr grosses Engagement, ohne welches dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
Monica Kaiser-Benz, Kantonale Kompostbeauftragte

Kompostmobil in Dietikon ZH (31. August bis 4. September 2009)
Vom 31. August bis zum 4. September 2009 stand das Kompostmobil beim Schulhaus Wolfsmatt in Dietikon ZH. Das Wolfsmatt ist ein sehr grosses Schulhaus mit jeweils 3 Klassen pro Jahrgang. Es war also nur ein Teil der Klassen, die den Unterricht im Kompostmobil besuchen konnte. Insgesamt kamen in der ganzen Woche ca. 180 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Klasse vorbei.
Pausen:
Dass nicht alle Klassen das Mobil besuchten war etwas schade, denn einige Schülerinnen kamen täglich um zu fragen, ob ihr Lehrer nun doch noch mit ihnen vorbeikommen werde. Leider war dies nicht der Fall. Dafür kamen diese und auch viele weitere Schülerinnen und Schüler in jeder Pause vorbei. Sie machten das Spiel mit den Tastkästen, suchten Komposttiere in der Erde oder spielten das Memory. Oft stellten sie auch Fragen und konnten so doch wenigstens auch ein Bisschen mit dem Thema Kompost auseinandersetzen. Auch das Betrachten von Tieren (z.B. Rosenkäferlarven) unter dem Mikroskop war sehr beliebt. Oft brachten die Kinder in der nächsten Pause dann noch einige Klassenkameraden mit und zeigten ihnen stolz die bereits bekannten Tiere. Einige Schüler fragten am Ende der Woche auch schon, ob das Kompostmobil wieder kommen werde.
Lektionen:
Die meisten Lektionen wurden in Halbklassen (ca. 12-15 SchülerInnen) gehalten. Dies war eine sehr angenehme Grösse. In dieser Gruppengrösse war es auch gut möglich mit den Kindern zu diskutieren und ihnen die Sachen zu erklären. Die meisten Kinder waren sehr motiviert und hatten viel Spass während den Lektionen. Viele bedankten sich am Ende auch dafür. Die spielerische Art und Weise wie den Kindern der Kompost näher gebracht wird hat sehr grossen Anklang gefunden. Auch die am Ende der Lektion verteilten Bleistifte und Äpfel bereiteten den Kindern grosse Freude.
Lehrerinnen:
Die Lehrerinnen (es kamen keine Lehrer vorbei…), welche mit ihren Klassen vorbei kamen waren positiv überrascht vom Kompostmobil. Auch ihnen haben die spielerisch umgesetzten Lektionen sehr gut gefallen und sie fanden das Kompostmobil eine gute Sache. Einige waren zwar zuerst etwas skeptisch und wollten mit ihrer Klasse nicht unbedingt teilnehmen. Im Nachhinein waren sie aber froh darüber. Einige weitere LeherInnen fanden es am Ende der Woche schade, dass sie nicht vorbeigekommen sind mit ihren Klassen.
Bei grossen Gruppen übernahmen die Lehrerinnen das Rätsel mit den Tastkästen sowie das Memory. Dies funktionierte sehr gut. So konnte die Gruppe geteilt werden und in den kleineren Gruppen war das Arbeiten mit den Kindern sehr angenehm.
Mobil:
Das Mobil ist sehr gut aufgebaut und eingerichtet. Obwohl ich die Lektionen zum ersten mal gemacht habe hatte ich keine Probleme mich zurecht zu finden.
Probleme:
- Zu Beginn standen wir etwas auf verlorenem Posten. Wir kamen beim Schulhaus an und es war niemand da, der uns sagen konnte wann welche Klasse kommt. Als wir dann die zuständige Lehrerin gefunden hatten konnte dieses uns kurz einen Zettel mit Klassen in die Hand drücken und musste dann in den Unterricht.
- Als der Zug zwischen Zürich und Dietikon fast 1 Stunde Verspätung hatte war es etwas kompliziert, bis ich die LehrerInnen im Schulhaus endlich erreicht hatte.
- Eine ganze Woche mit 4-6 Klassen pro Tag ist relativ lange, da bei jeder Klasse dasselbe erzählt werden muss (und dies meist 2 mal wegen der geteilten Gruppen) ist man am Freitag froh um eine Pause. (bei 13 Gruppen die vorbei kommen, erzählt man also 26 mal dasselbe… ;-)
Highlights:
- Als die ersten Rosenkäfer schlüpften und beide Stadien neben einander betrachtet werden konnten. Der Höhepunkt war dann, als ein Rosenkäfer am Ende der Lektion davon flog. Denn zuerst meinten die Schülerinnen und Schüler nämlich immer die Käfer seien tot, da sie sich noch nicht bewegten.
- Als eine Schülerin am Ende der Lektion kam und sagte, das sei die beste Schulstunde gewesen, die sie je erlebt hätte.
- Die vielen Kinder, die jede Pause vorbei kamen, spielten und Fragen stellten.
Fazit:
Es war eine sehr tolle Woche in Dietikon. Es hat grossen Spass gemacht mit den Kindern arbeiten zu können und ihnen den Kompost näher bringen zu können. Auch die Begeisterung, welche die Kinder ausstrahlten und dass sie in jeder Pause vorbei kamen waren eine grosse Motivation.
Ursina Sammrai
Rückblick 2008
Eine Zusammenfassung als PDF finden Sie hier: Rückblick Kompost macht Schule 2008
31. März bis 20. April in St. Gallen
Zunächst war das Kompostmobil während einer Woche ein Blickfang an der OFFA. Interessierte konnten viel zum Kompostieren erfahren. Kinder spielten währen dessen mit Begeisterung das Memory und probierten die Tastkästen.
Anschliessend wurde das Mobil vom Schulhaus Riethüsli und vom Kindergarten Nest in St.Gallen besucht. Im Turnus besuchten die Schülerinnen und Schüler vier Posten im und ums Kompostmobil: Interessiert wurden Kleinlebewesen beobachtet mittels Binokular, Becherlupen und Bodenfenster. Mit Freude spielten die Kinder das Kompostmemorys vor dem Mobil. Der Kompostplatz der evangelischen Kirche Riethüsli in unmittelbarer Nähe bot gleichzeitig Einblick in die Praxis: mit Begeisterung bereiteten die Kinder ein Kompostmenü in einem Pflanzenunterteller zu: unter Berücksichtigung des richtigen Mischungsverhältnisses mit zerkleinerten frischen Reststoffen aus Küche und Garten sowie Häcksel und etwas Impferde. Grössere lebende Tiere wie Rosenkäferlarven und Laufkäfer, aber auch Asseln und die rötlichen Kompostwürmer liessen sich leicht in einem Haufen belebter Erde ausmachen und durften auch berührt werden.
Nach der Pause führte ein kurzer Spaziergang in den Berneggwald, wo wiederum in Gruppen die Schichtung des Waldbodens untersucht sowie Blätter in verschiedenen Verrottungsstadien ausgebreitet wurden. Beim Spiel «starker Mann, starke Frau» brachen die Kinder Äste unterschiedlicher Dicke und lernten dabei die Waldpilze kennen, die das Holz morsch machen. Marianne Meili
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17. bis 28. Mai in Uster
Am Bring- und Holtag konnte das Mobil von der Öffentlichkeit besucht werden. Ausser Auskünften zum Kompostieren war das Mobil auch hier eine Anlaufstelle für Kinder jeden Alters.
Anschliessend wurde es auf dem Stadthausplatz von 6 Schulklassen besucht. Von Kindergarten bis Oberstufe erfuhren die Kinder, was kompostierbar ist, suchten mit grosser Begeisterung Kompostlebewesen und fanden heraus, um welche es sich handelt. Ein winziger Wurm unter dem Mikroskop beobachtet konnte schon mal einen Schrecken einjagen.
Im Aussenbereich wurden die Tastkästen erkundet und das Memory gespielt. Besonders hervorgetan hat sich in Uster die Sonderklasse der Heilpädagogischen Schule, welche bereits mit einem grossen Wissenstand und viel Begeisterung mitgemacht haben. Maria Egenolf
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29. bis 31. Mai in Wald
Die Aktionstage mit dem Mobil in Wald habe ich als sehr spannend erlebt.
Dank schönem Wetter und weiteren Aktivitäten im Dorf erreichten wir (für uns) hohe Besucherzahlen. Auch erhielten wir sehr positive Rückmeldungen.
Die Arbeit mit den Schulklassen war sehr angenehm. Die Schüler waren durchwegs interessiert und machten gut mit. Der Tastparcour brauchte manchmal etwas Überwindung, wurde dann jedoch gerne absolviert. Spannend war auch die Arbeit mit den Becherlupen und dem Mikroskop.
Unser oft etwas öder Gemeindeplatz war belebt und wir erhielten dadurch natürlich eine gute Beachtung. Auch bei der Öffentlichkeit stiess das Kompostmobil auf reges Interesse und es konnten diverse Fragen geklärt und Tipps und Tricks vermittelt werden.
Ich denke, der Aufwand hat sich gelohnt. Heidi Diethelm
Ich konnte mit meiner 2. schulklasse am letzten freitag in der gemeinde wald zh 2 stunden kompost unterricht erleben. die 2 frauen haben kompost und vieles darum herum sehr schön und lehrreich präsentiert.
mir und den kindern hat der ausflug in die nachbargemeinde viel spass und information gebracht. simon neuhaus, schulhaus eschenmatt, 8630 rüti zh
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16. bis 28. Juni in Illnau-Effrettikon
Insgesamt haben 20 Schulklassen das Kompostmobil besucht und mit Begeisterung mitgemacht. Auf spielerische Weise haben sie den ganzen Kreislauf des Kompostierens kennen gelernt - von der Abfalltrennung bis zur Anwendung der Komposterde:
Angefangen beim Sammeln des kompostierbaren Materials hatte die Klasse die Aufgabe, einen Abfallsack auseinander zu nehmen und nach kompostierbarem und recyclierbarem Material, sowie Restabfall zu trennen. Das machten die meisten Klassen schon sehr gut. Aber machten sie es auch noch richtig, wenn sie rasch entscheiden mussten? Das prüften wir bei einer Stafette, wo die Kinder die Abfälle rennend im richtigen Behälter entsorgen mussten. Gewonnen hatte diejenige Gruppe, die am meisten Abfälle richtig entsorgt hatte.
Die gesammelten Garten- und Küchenabfälle kommen dann also auf den Kompost. Doch wie geht es weiter? Wie wird aus den organischen Abfällen Erde? Die Kinder hatten bald erraten, dass es dazu eine riesige Anzahl an Helfern gibt: die Komposttierchen. Ausgerüstet mit Becherlupen, Zeichnungspapier und Bestimmungsbuch machten wir uns daran, die Komposterde nach Kleinlebewesen zu durchforsten und die Tierchen zu bestimmen. Die Kinder hatten schon bald die Namen von 10 Komposttierchen herausgefunden: Steinkriecher, Rosenkäferlarve, Kellerassel, Kompostwurm, Erdläufer, Springschwanz, Laufkäfer, Bodenspinne und vielleicht sogar ein Pseudoscorpion?
Damit diese Komposttierchen ihre Arbeit richtig machen können, brauchen sie wie alle Lebewesen Nahrung, Wasser und Luft. Die Kinder konnten daraus schon bald die drei wichtigsten Kompostregeln ableiten:
- Zerkleinern des Materials, damit die Komposttierchen die Nahrung aufnehmen und essen können (Regel 1)
- Feuchthalten, damit die Komposttierchen nicht verdursten und vertrocknen
(Regel 2)
- Material locker einfüllen und mit Häcksel bedecken, damit die Komposttierchen in den Hohlräumen atmen können (Regel 3)
Dies übten wir mit Küchenmesser, Rebschere und Giesskanne gleich praktisch vor Ort - ein Spass, den sich keines der Kinder nehmen liess.
In feuchter Umgebung, wohlgenährt und mit viel Luft zum Atmen können sich die Komposttierchen nun ans Werk machen und das Pflanzenmaterial zu Erde abbauen. Die Komposterde wiederum dient als Nahrung für Pflanzen - aber Achtung auch zu viel Dünger kann schaden. Damit die Pflanzen optimal wachsen können, muss man Kompost- und Gartenerde mischen, was wir denn auch gleich taten. Ausgerüstet mit Schaufeln holten wir normale Erde herbei, mischten sie mit Komposterde und füllten sie zusammen mit einer Gartenblume in einen Topf. Die Blume durften die Kinder anschliessend ins Klassenzimmer mitnehmen. Doch auch diese Blume wird einmal verwelkt sein, dann kommt sie – und das weiss nun jedes Kind – auf den Komposthaufen. Damit schliesst sich der Kreislauf des Werdens und Vergehens von Pflanzen, ohne den Leben auf Erden nicht möglich wäre.
Nach der intensiven Schulaktion stand das Kompostmobil einen ganzen Samstag auf dem Marktplatz, wo viele Passanten es besucht haben. Und last but not least kam es an unserem Abfalltag für Migranten zum Einsatz.
Marianne Gebhard
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29. September bis 2. Oktober in Turbenthal | Kompostmobil
Insgesamt 10 Kindergarten- und Schulklassen haben das Kompostmobil besucht und dabei viel über den Kreislauf in der Natur gelernt.
Blätter fallen zu Boden und ganz viele kleine und noch kleinere Tierchen beginnen davon zu fressen. So entsteht neue Erde, die den Boden düngt und so den grossen Bäumen im Frühjahr wieder Nahrung gibt für neue Blätter und dafür sorgt, dass neue Bäume wachsen können. Auch die Menschen können diesen Kreislauf nutzen, indem sie alles was diese kleinen Tierchen fressen können, sammeln - eben kompostieren. Doch was darf alles kompostiert werden? Mit Tastparcour und Riesen-Memory kann vieles spielerisch vermittelt werden. Spannend ist es auch, die kleinen Kompostlebewesen unter der Becherlupe oder dem Mikroskop zu beobachten. Farbtafeln erleichtern die Bestimmung dieser für den Naturkreislauf so wichtigen Tierchen. Was aber benötigen diese zum Leben? Nahrung, Wasser und Luft - Holzhäcksel ist wichtig für die Luftlöcher und die Nahrung sollte möglichst zerkleinert und gut gemischt sein. Ist der Kompost zugedeckt wird er nicht überschwemmt und trocknet auch nicht aus, zusätzlich haben die Tiere dunkel, was ihrer Lebensweise entspricht.
Mit einem Kreuzworträtsel konnte zum Schluss das vorhandene und erworbene Wissen gleich getestet werden.
Heidi Diethelm
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Waldlektionen Turbenthal
Am Anfang von jeder Lektion habe ich mit den Schülern ein Spiel gemacht, während dem sie verschiedene Waldtiere erraten mussten. Schwerpunkt von allen Lektionen waren die Lebewesen, die im Waldboden leben. Aufgabe war sie zu suchen und mit den Becherlupen zu beobachten und ev. zu bestimmen. Ich habe dazu die Becherlupen-Kartei (Tiere in Kompost, Boden und morschen Bäumen von Jürgen Dittmann, Heinrich Köster) benutzt. Weiter habe ich auch ein Bodenfenster nach der Idee von E. Danner zum Thema Blattzersetzung durchgeführt. Für die 6. Klasse habe ich das Thema Nahrungskette und Nahrungsnetz behandelt. Der Sinn wäre die ökologischen Zusammenhänge im Wald zu begreifen. Weiterhin habe ich mit verschiedenen Spielen versucht die ökologische Vorgänge im Wald den Schülern näher zu bringen. Marketa Bregenzer
Weinfelden, 21. Oktober 2008
Ergänzend zum Abfallunterricht und zum Besuch der KVA Thurgau bietet der Kehrichtverband den Schulen das Projekt «Kompost macht Schule – Kreisläufe in der Natur neu entdecken» kostenlos an. Davon profitiert hat im Herbst 2008 die Primarschulklasse von Frau Bez, Paul-Reinhard-Schulhaus Weinfelden.
Die Zweitklässler besuchten zuerst das Entsorgungszentrum in Weinfelden. Dort erhielten sie von Corinne Gubler, Abfallberaterin der KVA Thurgau, Einblick in die verschiedenen Aspekte des Recyclings. Danach ging es per Velo in die Kehrichtverbrennungsanlage zur schülergerechten Betriebsführung mit Frau Jolanda Frei. Zum Abschluss konnten die Schüler noch das Kehrichtfahrzeug von Chauffeur Kurt Beck inspizieren, vor allem für die Buben ein Erlebnis der besonderen Art! Rechtzeitig zur Mittagspause war die Klasse wieder auf den Fahrrädern auf dem Weg in die Waldschule Weinfelden.
In der Mittagszeit war Feuer machen und Würste bräteln angesagt oder Kompost-Memory spielen und im Wald herumtollen! Die Zeit verging im Nu und schon ging der Unterricht weiter mit dem Thema «Kreisläufe in der Natur neu entdecken». Die für dieses Projekt speziell geschulte Kompostberaterin Helena Städler zeigte den Kindern am Beispiel des Waldes den natürlichen Recycling-Kreislauf. Spielerisch lernten sie die Ab- und Umbauprozesse des Waldes kennen und gingen auf die Entdeckung von Bodenlebewesen, die unverzichtbaren Helfer im Kreislauf der Grüngutverwertung und Humusproduktion. Wir erlebten alle zusammen einen schönen und spannenden Tag. Vor allem der Nachmittag in der Waldschule war für die Schüler, die Lehrerin und die Abfall- und Kompostberaterinnen ein spezielles Erlebnis! Corinne Gubler
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27. bis 30. Oktober in Schöfflisdorf
Insgesamt 10 Halbklassen haben das Kompostmobil besucht und bei teilweise garstigem Wetter begeistert mitgemacht. Von der Abfalltrennung bis zur Verwendung der Komposterde konnten die Kinder den ganzen Kreislauf des Kompostierens kennen lernen.
Den Inhalt eines Abfallsackes nach recyclierbarem und kompostierbarem Material sowie Kehricht zu sortieren war die erste Aufgabe. Bei der anschliessenden Stafette waren alle mit vollem Einsatz dabei. Unter diesem Zeitdruck war es jedoch nicht immer einfach, die Abfälle im richtigen Behälter zu platzieren.
Beim anschliessenden Tastparcour kam nochmals die Frage auf: ist dies kompostierbar - oder vielleicht doch nicht?
Doch was passiert nun mit den kompostierbaren Stoffen?
Die Hälfte der Kinder lernte gleich selber kompostieren indem sie die mitgebrachten Reststoffe aus Küche und Garten zerkleinerten, mit Häcksel mischten und noch etwas Steinmehl dazu gaben. Für die nötige Feuchte war durch Regen und Schnee gesorgt. Mit Flies zugedeckt konnte der Verrottungsprozess beginnen und schon bald war auch die entstehende Wärme spürbar.
Die andere Hälfte der Kinder begab sich ins Kompostmobil. Mit Becherlupen konnten die Komposttierchen genau beobachtet und anhand der Bestimmungstafeln deren Namen herausgefunden werden. Ob da wohl ein Moos-Skorpion dabei ist? Das beobachtete Lebewesen konnte auch gleich noch auf Zeichnungspapier festgehalten werden. Anschliessend wechselten die zwei Gruppen.
Zum Schluss füllten wir normale Gartenerde, gemischt mit Komposterde, in Töpfe und die Kinder konnten Tulpenzwiebeln und Amaryllisknollen einpflanzen. Die Töpfe nahmen die Kinder mit ins Schulzimmer um das Wachsen und Blühen der Pflanzen zu beobachten. Sind die Pflanzen dann verwelkt kommen sie wiederum auf den Kompost und damit schliesst sich der Kreislauf. Heidi Diethelm
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Kompost macht Schule wird unterstützt von Hauptsponsor Ernst Göhner Stiftung und:
RICOTER Erdaufbereitung AG • Kompogas • Kunz Baumschulen • Felix Gräff AG • Thomas Pfau • Amt für Umwelt des Kantons Zug • Amt für Umwelt des Kantons Thurgau • Amt für Volksschulbildung des Kantons Luzern • AWEL, Kanton Zürich • Kanton St. Gallen • Kanton Schwyz • Kanton Uri, Gesundheits-, Sozial und Umweltdirektion • Stadt Uster, Abfall und Umwelt • Stadt Illnau-Effretikon, Kompostberatung • Stiftung Drittes Millennium • KVA Thurgau • ERZ, Entsorgung + Recycling Zürich • ZEBA, Abfallzweckverband Kanton Zug |
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